Das Projekt

J+DDas Projeto Salva Dor ist eine Nichtregierungsorganisation (N.G.O/ NRO) mit dem Ziel, Kindern des Viertels São Lázaro und dessen Umgebung mit Hilfe der pädagogischen Sozialarbeit, die auf der Waldorf Pädagogik basiert, zu helfen.

Salvador da Bahia ist eine von Slums, in Brasilien Favela gennant, durchzogene drei Millionen Metropole. An den Hügel von São Lázaro schmiegen sich auf engstem Raum die improvisierten Häuser von 2000 Menschen, die unter widrigen Bedingungen ihren Alltag meistern.
Inmitten dieser Siedlung unterstützt das Projeto Salva Dor diese oft zersplitterten Familien.

Als Ort der Ruhe bietet das Projeto täglich für ca. 50 Kinder einen Platz der Zuflucht vor häuslicher Gewalt und der Straßenkriminalität.
Hier können sie spielen, turnen, kochen, backen, essen, malen, basteln, lernen und vieles mehr fernab der täglichen Sorgen.

In der Gründungsurkunde heißt es:
„Die Aufgabe des Projeto Salva Dor ist es, zur Bildung einer gerechteren Gesellschaft ohne sozial-ökonomische Barrieren beizutragen; einer Gesellschaft in der alle BürgerInnen ihre maximalen Möglichkeiten, ohne Rassendiskriminierung, Benachteiligungen durch Hautfarbe, Ideologie oder Religion, entwickeln können.“

HortgruppeUm zu diesem Ziel beizutragen gibt es fünf Gruppen.
In zwei „Maternal“-Gruppen werden ein- bis dreijährige Mädchen und Jungen ganztägig betreut. Neben einem regelmäßigem Essen, das täglich im Projekt selbst zubereitet wird, können die Kleinkinder sich hier frei bewegen und bekommen den größtmöglichen Raum sich zu entfalteten. Sie werden durchgehend von zwei Erzieherinnen pro Gruppe betreut. Der  Tag ist so ereignisreich, dass während des Mittagschlafes das vergnügte Lärmen der Kleinen einer entspannten Ruhe weicht.

Bis zur Einschulung können die Drei- bis Siebenjährigen aus São Lázaro und den Favelas der Umgebung eine Kindergartengruppen besuchen. Hier wird neben einer Grundversorgung die Kreativität gefördert. Unter anderem wird regelmäßig gemalt, gestrickt und genäht.

Auch in der sehr wichtigen Phase der ersten Schuljahre bleibt die Unterstützung durch das Team der Pädagogen, welches selbst in der lokalen Umgebung des Projekts verwurzelt ist, bestehen. Die Mitarbeiter besuchen momentan das anthroposophische Seminar in Aracajú und Pólen.
Schulbegleitend findet eine Hausaufgabenbetreung und Förderunterricht statt. Besonderen Wert wird auch hier auf die Ausbildung der kreativen Fähigkeiten gelegt, weil die staatlichen Schulen in Brasilien dies nicht gewährleisten können.

Insgesamt arbeitet eine zweistellige Zahl von MitarbeiterInnen dafür, das Leben der Familien jeden Tag ein wenig zu verbessern.